1 Woche Urlaub auf Ischia

Als es im vergangenen Jahr darum ging unser nächstes Urlaubsziel zu finden, war ich sehr schnell für Ischia.

Und weil Italien schon immer mein Lieblingsurlaubsland war, entschlossen wir uns schließlich einstimmig für einen einwöchigen Aufenthalt im Spätsommer. Da ich zusammen mit meinem Freund in den Urlaub fahren wollte, wurde das Internet nach geeigneten Angeboten für unseren bevorzugten Reisezeitraum durchforstet und wir wurden schließlich auf www.bella-ischia.de fündig. Hier bot man uns bereits ein gesamtes Programm an, dass sich in den meisten Teilen mit unseren Wünschen deckte und nach einem kurzen, äußerst informativen Mailverkehr mit Frau Bernhard, die das Portal betreibt, entschlossen wir uns hier zu buchen. Und weil dieser Aktivurlaub ein voller Erfolg war, habe ich mich dazu entschlossen, diesen Reisebericht zu verfassen und meine Erlebnisse mit anderen Freunden der italienischen Insel zu teilen.

Unser Hotel:

Maronti Strand auf Ischia

Maronti Strand auf Ischia

Wir hatten mit dem Wetter Glück, denn als wir unsere Reise begannen, war es noch immer sehr warm und sonnig und so sollte es auch die ganze Zeit über bleiben. Ich war ganz aufgeregt und freute mich schon darauf endlich wieder einmal Italien zu besuchen, dazu noch einen Ort, den ich bis dato nur von Erzählungen kannte. Als wir auf Ischia ankamen, bezogen wir im Hotel Lumihe, das wir hier gebucht hatten, Quartier. Diese ruhig gelegene Hotelanlage war eine Augenweide. Mit einem herrlichen Ausblick über das Meer und Sant’Angelo bedacht, einer sehr leckeren Küche und größter Gastfreundlichkeit versehen, sprach es uns vom ersten Moment an. Nachdem wir unsere gemütlichen Zimmer bezogen hatten, genossen wir einen sonnigen, gemütlichen Nachmittag auf dem Hotelgelände, ehe wir am Abend den Sonnenuntergang im Hafen von Sant’Angelo bewunderten.

Wanderung zum Monte Epomeo

Monte EpomeoAm nächsten Tag brachen wir schon früh zu einer ganztägigen Wanderung zum Epomeo auf. Der Monte Epomeo ist der höchste Berg Ischias und sein Gipfel liegt auf 780 Meter über dem Meeresspiegel. Von hier aus hat man einen herrlichen Blick über die Küste und auf dem Gipfel bot sich uns die Möglichkeit in dem dortigen Restaurant eine hervorragende Küche zu genießen. Besonders faszinierend fand ich bei dieser Tour die Ausführungen unseres Wanderführers, der uns sehr viel über die vulkanischen und geologischen Besonderheiten der Insel erzählte. Da dieses Wandern auf Ischia uns, die das eher weniger gewohnt sind, zwar sehr viel Spaß gemacht hatte, aber auch eine anstrengende Abwechslung bedeutete, beschlossen wir den nächsten Tag zur Erholung im Hotel zu bleiben.

Wellness und Erholung:

Entspannung purSchon bei unserer Ankunft hatten wir die herrlichen Thermalwasserbecken kurz genießen können, denen wir auch jetzt einen Großteil unserer Aufmerksamkeit widmeten. Auch erlaubten wir uns den Genuss des Masseurs, der auf Wunsch der Gäste direkt ins Haus kommt. Da mein Freund sich anschließend mit einem Buch zurückzog, gönnte ich mir in der Zwischenzeit eine der vom Hotel angebotenen Beautybehandlungen. Die Tochter des Betreibers bietet solche für die Gäste an und ich genoss das Verwöhnprogramm in vollen Zügen. Da wir am kommenden Tag einen Ganztagesausflug mit dem Schiff machen wollten, klang auch der Abend sehr gemütlich aus.

Früh ging es an diesem Tag los um mit dem Schiff die Insel zu umrunden. Auch stand ein Besuch auf Procida an, eine kleine Nachbarinsel Ischias, wo wir auch den 91 Meter hohen Terra Murata „bestiegen“. Da das Meer an diesem Tag sehr ruhig war, hatten wir unterwegs die herrliche Möglichkeit von Bord aus in diesem zu Schwimmen und zu Schnorcheln. Auch für das leibliche Wohl war gesorgt, denn der Kapitän bereitete frisch auf dem Schiff ein leckeres ischitanisches Menü zu. Diesen phantastischen Ausflug um Ischia herum, werde ich noch sehr lange in Erinnerung haben.

Spaß am Strand

Spaß am Strand

Schwimmen, Schnorcheln und auch Tauchen stand dann am nächsten Tag auf dem Programm, den wir noch einmal zu einem Entspannungstag deklarierten. Das Meer vor Sant’Angelo beherbergt eine faszinierende Unterwasserwelt, in der man die seltene schwarze Koralle, aber auch noch unzählige andere Korallen- und Fischarten bewundern kann. Im Verlauf des Nachmittags bummelten wir dann noch durch Sant’Angelo selber, welches für seine zahlreichen Keramiken bekannt ist, die teilweise in kleinen – in die Bergwand gehauene – Höhlen verkauft werden. Den Abend beschlossen wir am Hafen, wo der Platz vor diesem, mit Fackeln und Kerzen erleuchtet, eine traumhaft romantische Kulisse darbot.

Das quirlige Neapel:
Neapel bei Nacht

Neapel bei Nacht

An unserem letzten Urlaubstag, ehe es schon wieder an die Abreise ging, machten wir den langersehnten Ausflug nach Neapel. Zunächst setzten wir mit dem Schiff über aufs Festland um dann von unserem Reiseführer vor Ort in Empfang genommen zu werden. Neapel ist eine faszinierende und zugleich erschreckende Stadt. Diese Gegensätze kann man in vielen Reiseinformationen über Neapel nachlesen. Und es stimmt, sowohl herrliche, teilweise leicht monströs wirkende Bauten, als auch Verschwendung und große Armut begegnen einem hier. Luxus und Elend nebeneinander, Schönheit und auch ein Teil Hässlichkeit, doch alles in einem mitreißenden Mix – auch der Gefühle – das ein Besuch sich definitiv lohnt. Denn es heißt nicht umsonst: Neapel sehen und sterben. Zu Fuß und mit dem Nahverkehr erkundeten wir diese italienische Großstadt und kehrten am Abend erschöpft, aber auch zutiefst zufrieden ins Hotel zurück.

Und dann kam der Tag der Abreise. Wieder einmal war ein Urlaub vorbei und via Neapel kehrten wir nach Deutschland zurück, doch eines war sicher: Das war nicht unser letzter Urlaub auf Ischia!